KLETTERN

Stürze am Klettersteig sind tabu

Klettergurt, Klettersteigset und Helm: Die konsequente und richtige Anwendung der Ausrüstung ist Voraussetzung, um auf Klettersteigen sicher unterwegs zu sein. Doch selbst wenn das Klettersteigset stets zur Sicherung in das Drahtseil eingehängt wird, sind Stürze auf den Eisenwegen tabu. Zu leicht kann man sich an den Drahtseilen, Leitern und Stahlbügeln verletzen. Deshalb besser einen leichteren Steig wählen, bevor es zu Schwierigkeiten kommt.

Unbedingt Material überprüfen

Der Materialcheck ist heuer für Klettersteiggeher besonders wichtig, sagt Bergsportexperte Michael Larcher vom Alpenverein: „Mehr als 50 Klettersteigsets (von insgesamt zehn Herstellern) wurden zuletzt aufgrund von Sicherheitsrisiken vom Markt genommen. Klettersteigfans sollten also unbedingt überprüfen, ob ihr Set auch von dieser Rückrufwelle betroffen ist“. Eine Übersicht über die betroffenen Klettersteigsets gibt es auf http://bit.ly/11rU7ge.

10 Empfehlungen für Klettersteig-Geher:
http://bit.ly/oeav-klettersteig-2015

3.) Saisonstart Felsklettern

Fels ist nicht gleich Fels

Wer bisher in der Kletterhalle unterwegs war, den zieht es mit den steigenden Temperaturen zunehmend hinaus an den Fels. „Es ist klar, dass Fels im Vergleich zu künstlichen Kletterwänden kein genormtes Trainingsgerät ist und dass jedes Klettergebiet seine Eigenheiten hat“, erinnert Markus Schwaiger, Sportkletterexperte im Alpenverein. Die unterschiedliche Absicherung und Felsqualität seien daher Faktoren, die in der Outdoor-Saison zusätzlich berücksichtigt werden müssen.

Angesichts der immer länger werdenden Kletterrouten solle man auch besonderes Augenmerk auf ein ausreichend langes Kletterseil legen. Seile mit einer Länge von 70, zum Teil sogar 80 Metern seien mittlerweile Standard in den Klettergärten. „Ebenfalls Standard: Ein Knoten am Seilende. Er kann verhindern, dass das Seil durch das Sicherungsgerät rutscht“, so Schwaiger.

Sichern – mit welchem Gerät?

Mit dem Sicherungsgerät „Tuber“ ist es beim Sportklettern vermehrt zu Unfällen gekommen. Der Alpenverein empfiehlt daher zum Partnersichern in Hallen und Klettergärten die Verwendung von halbautomatischen Sicherungsgeräten, die das Seil bei einem Sturz zusätzlich blockieren (richtige Bedienung vorausgesetzt). Vor allem das GriGri 2 (Petzl), aber auch Smart, ClickUp und Mega Jul sind in diesem Anwendungsbereich eine sicherere Alternative zum Tuber. Die richtige Seil- und Sicherungstechnik erlernt man am besten in einem Kletterkurs des Alpenvereins.

10 Empfehlungen für Kletterer (Alpenverein-Kletterregeln):
http://bit.ly/oeav-klettern-2015

Foto: Alpenverein

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