Gute Nacht im 1. Tiroler Glückshotel

Perfekte Gastgeber: Die Familie Waidringer

Perfekte Gastgeber: Die Familie Zardini

Von Heiner Sieger

Waidring (Tirol) – Wer als Gast im Waidringer Hof in einem Stammhaus-Zimmer wohnt, tut einen „Glückgriff“. Wer dagegen lieber den renovierten Teil des Hotels bezieht, ist gar ein „Glückspilz“. Und wer ein Zirbenzimmer im neuen Landhaus bucht, erlebt gleich ein „Glücksgefühl“. So viel Glück auf einmal haben Gäste in Tirol nur im „1. Tiroler Glückshotel“ im ruhigen und ursprünglichen Pillerseetal. Denn so heißen hier die Zimmer, seit die Hotelliersfamilie Zardini ihr Hotel und dessen Gäste ganz dem Glück unterworfen hat. Auch wer alleine anreist, dem ist das Glück hold: Hanspeter und Waltraud Zardini verzichten auf den branchenüblichen Einzelzimmerzuschlag.

Außenansicht SommerDer Kern des neuen Hotel-Konzeptes: „Das Lebensglück der Gäste ist das Zentrum unseres Handelns“. Als Glücksbringererweist sich dabei in vorderster Front die Gastgeberfamilie Zardini selbst. „Jeder trägt das Glück in sich, man muss nur seinen Weg dazu finden“, strahlt Waltraud Zardini engagiert Lebensfreude aus.Wer sich dabei schwer tut, dem helfen die Zardinis gerne weiter, ohne aufdringlich zu werden. „Natürlich wird hier niemand zu seinem Glück gezwungen“ , so Ehemann Hanspeter Zardini. Aber Anregungen, ob im Hotel oder in der Natur hätte die Familie Zardini genügend parat.

Verlockende Gipfel, idyllische Täler

„Glückseligkeit ist für mich, wenn ich am Berg oben stehe und mit der Natur eins werde“, bekennt Wirtin Waltraud Zardini. Im nur 90 Minuten von München entfernten Waidring ist die Steinplatte (1869 m) das herausragende Bergmassiv. Nur wenige Meter vom Waidringer Hof entfernt führt die Gondelbahn bis 200 Meter unter den Gipfel. Bei der Bergstation ergänzen eine spektakuläre Aussichtsplattform, ein Klettersteig sowie der von Kindern aller Altersklassen geliebten Triassic Park Attraktionen das wanderbare Bergerlebnis. „Ob Wandern oder Mountainbiken – wer sein aktives Glück draußen in der Natur sucht, den beraten wir gerne, in welche Richtung das hier in der Region für ihn gehen kann“, so Hanspeter Zardini.

Die traumhafte Umgebung der Kitzbüheler Alpen trägt mit ihren verlockenden Gipfeln, idyllischen Tälern und Almen, imposanten Felsformationen, romantischen Auenlandschaften, glasklaren Bergseen und der einzigartigen Flora und Fauna zum Glücksgefühl bei.

Die Region Pillersee-Tal – auch Schatz in den Kitzbüheler Alpen genannt – ist aufgrund ihres weiten und sonnigen Tales eines der schönsten und ursprünglichsten Erholungsgebiete Tirols.

 

Glücksphilosophie aus Tradition

Jeden Tag lässt sich hier die Natur aufs Neue entdecken: Ob bei einem Ausflug zum Wildseeloder, in der Haslerschlucht, auf der Steinplatte und in den Loferer Steinbergen oder in der Waidringer Kneippanlage – immer lässt sich tüchtig Ballast abwerfen, Kraft tanken und durchatmen.

„Ich zeige unseren Gästen gerne Plätze mit besonderer Wirkung und Atmosphäre“, so Hanspeter Zardini. Wie etwa die Hasler-Schlucht. „Diese Schlucht ist ein richtiger Kraftplatz. Man wandert da hinein und wenn sie sich öffnet und man dann urplötzlich alleine vor einem imposanten Wasserfall mitten zwischen den Felsensteht – das ist der Hammer.“

Gänsehaut ist garantiert

Idyllisch: Waidring  in Tirol am Fuße der Loferer Steinberge und der Steinplatte.

Idyllisch: Waidring in Tirol am Fuße der Loferer Steinberge und der Steinplatte.

Mit der Glücksphilosphie folgen die Zardinis einer Tradition, die Waltrauds Großvater 1920 begründet hatte. Der Tiroler Holzfäller wollte seine geliebte Magdalene glücklich machen, die ebenfalls aus einer Gastwirtsfamilie stammte. Er kaufte ihr das 1906 gebaute Gasthaus und gründete mit ihr eine Familie. Später baute er die ersten Lifte auf der Steinplatte und trieb die Entwicklung des Tourismus auf der Steinplatte voran. Heute steht die dritte Generation dem Gründer in nichts nach. Waltrauds Ehemann baute an der Talstation der Gondel zur Steinplatte die zünftige Apres-Ski-Alm Zardinis Schindlam und errichtet auf der Steinplatte zusätzlich die urige Stallenalm, frei nach dem Motto: „Es gibt immer was zu tun!

Der „Glückstypen-Test“

Das gibt es auch für die Gäste des sehr familiär und persönlich geführten Hotels, selbst wenn es im Sommer oder Herbst mal regnerisch sein sollte. Schon an der Hotelrezeption lockt ein „Glückstypen-Test“ mit einer augenzwinkernden Beratung, welche Aktivitäten und Wellnessbehandlungen zum eigenen Typ passen oder welcheArt von Ausflugsziel einen besonders glücklich machen könnte. Die Gastgeberin hat den Test zusammenmit der Psychologin Felicitas Heine erarbeitet. Im überaus großzügig bemessenen Hotel findet sich immer ein Eck, um sich zurückzuziehen – und sei es nur, um beim täglich gebotenen Nachmittagskuchen ein gutes Buch zu lesen. Oder etwa im Saunadorf, wo es sich vom ländlichen „Backofen“ bis zur Steinsauna in unterschiedlichsten Wärme-, Feuchtigkeits- und Aromavarianten ausgiebig entspannen lässt.

Das bestehende Panorama-Hallenbad haben die Zardinis in diesem Jahr um einen erfrischenden Naturbade-Teich erweitert, mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Welt der Kitzbüheler Berge. Große Glückskinder fühlen sich in der Kuschelalm für Erwachsene wohl oder gönnen sich Streicheleinheiten für Körper und Seele im Blütezeit-Spa. Die kleinen Gäste finden ihr Glück eher im großzügigen Kinderbereich.

Dass in den Hotelfluren das eine oder andere interessante Foto von Toni Sailer hängt, ist auch so eine persönliche Sache. Die Tiroler Ski-Legende war der Onkel von Gastgeberin Waltraud.

Kulinarischer Glücksgriff

Einen kulinarischen Glückgriff haben die Zardinis mit Küchenchef Pawol Milan getan, der schon seit mehr als zehn Jahren, die Gäste des Hauses bekocht. Zuletzt hat er die Küche mit Unterstützung des sympathischen Fernsehkochs Werner Koslowski noch weiter verfeinert.

„Essen macht eh“ schon glücklich. Wir stellen die Zutaten nun so zusammen, dass sie noch glücklicher machen“, erklärt Koslowski mit einem Schuss Humor. Denn geht es um die erklärte Harmonie von Körper, Geist und Seele – da kommt dem kulinarischen Element eine besondere Bedeutung zu. Schon mit der täglichen „Morgenpost“ am Frühstückstisch wird der Gast gleichermaßen lehrreich wie humorig aufs abendliche Glücksmenü eingestimmt.

Wenn unter dem Titel „Schwein gehabt!“ warmer Frühkrautsalat mit Kümmelschaum und geschmortem Spanferkel im Glas zum Auftakt serviert wird, erfährt man nebenbei die gesundheitliche Wirkung von Kümmel – und warum sich Kobolde vor ihm fürchten. Mit dem Zusammenspiel von regionalen und internationalen Elementen will Küchenchef Pawol vor allem Eines erreichen: „Unsere Gäste sollen sich im Urlaub Zeit fürs Essen und ein gutes Gläschen nehmen, um den Genuss voll auszukosten.“

Das i-Tüpfelchen zum abschließenden Espresso sind Koslowskis „Glückspralinen“ – mit 84 Prozent Anteil aphrodisierender Walora-Schokolade, einem Schuss Kräuterlikör, verziert mit Bergblüten und Lavendelsalz. Und dann ab ins Bett. Das Glück in mir.

 

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